DEEP GOLD - Julian Rosefeldt

Der Schwarz-Weiß-Film „Deep Gold" ist eine Hommage an eine Szene aus Luis Buñuels surrealistischem Klassiker „L'Âge d'Or" (1930). Julian Rosefeldt versetzt das Geschehen in einen Nachtclub im Berlin der 1920er Jahre, in dessen großstädtischem Umfeld verschiedene Parallelwelten zusammenwirken.

Damit ist der Film eine Erweiterung dessen, was in der schonungslosen filmischen Gesellschafts- und Religionskritik des spanischen Surrealisten bereits anklingt: die Herausforderung einer repressiven Sexualmoral, die Auflösung der gegebenen Geschlechterordnung und der Appell an eine Emanzipation, die nie die Kraft der weiblichen Sexualität ausschließt. Rosefeldt zieht Parallelen zwischen der wirtschaftlichen Situation der 20er und heute und hinterfragt die kulturellen Folgen der sexuellen Revolution.

Die filmischen Sprünge zwischen Zeiten und Räumen sagen immer auch etwas über menschliche Befindlichkeiten aus. Die Sehnsüchte der Menschen, die ihren festen Platz in den Hollywood-Kinos haben, übersetzt Rosefeldt in rezeptionsästhetische Kategorien der bildenden Kunst.

Sammlung Wemhöner, Hasenheide 13, 10967 Berlin

Öffnungszeiten:

Fr. 23.08. - 19:00-24:00 Uhr

Sa 24.08. - 12:00-18:00 Uhr

So. 25.08. - 12:00-18:00 Uhr

Künstler

Julian Rosefeldt

Kurator

Philipp Bollmann


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